Schulstart für Kinder: Stundenplan, Taschengeld und clevere Spartipps
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Die Brotdose ist gepackt. Die Stifte sind angespitzt. Der Schulranzen steht bereit.
Und irgendwo zwischen Matheheft, Sportsachen und der Frage „Wann muss ich morgen eigentlich los?“ beginnt nach den Sommerferien wieder ein ganz neuer Alltag.
Der Schulstart bedeutet für Kinder nämlich viel mehr als neue Bücher und einen neuen Stundenplan. Sie werden ein kleines Stück selbstständiger.
Plötzlich müssen sie sich Dinge merken, Entscheidungen treffen und lernen, ihren Alltag ein bisschen selbst zu organisieren.
Und genau deshalb ist der Schulstart auch ein schöner Zeitpunkt, um über ein Thema zu sprechen, das Kinder früher oder später sowieso beschäftigt:
Geld.
Keine Sorge – daraus muss kein Finanzunterricht am Küchentisch werden.
Oft reichen schon ein paar Münzen, ein kleiner Wunsch und die richtige Frage.
Neuer Stundenplan, neue Verantwortung
Montag Mathe. Dienstag Sport. Mittwoch bloß nicht den Kunstbeutel vergessen.
Ein Stundenplan für Kinder ist wahrscheinlich eines der ersten kleinen Planungstools, die Kinder ganz selbstverständlich benutzen.
Und eigentlich steckt darin schon eine Fähigkeit, die später auch beim Umgang mit Geld wichtig wird:
Heute überlegen, was ich in den nächsten Tagen brauche.
Ein gut sichtbarer Stundenplan für Kinder zum Ausdrucken kann deshalb mehr sein als nur eine Übersicht über Schulfächer.
Er zeigt Kindern:
Ich kann mich vorbereiten.
Ich kann Dinge planen.
Ich kann selbst an etwas denken.
Und genau dieses Gefühl können Eltern auch auf kleine Geldentscheidungen übertragen.
„Kann ich das haben?“
Der Schulstart bringt meistens nicht nur neue Aufgaben mit sich.
Sondern auch neue Wünsche.
Der besondere Radiergummi, den alle haben.
Das Buch aus der Schulbücherei, das man unbedingt selbst besitzen möchte.
Neue Fußballkarten.
Ein Anhänger für den Schulranzen.
Oder vielleicht ein größeres Ziel, für das das eigene Taschengeld noch lange nicht reicht.
Wenn dann die berühmte Frage kommt –
„Kann ich das haben?“
– muss die Antwort nicht sofort Ja oder Nein sein.
Probiert stattdessen einmal:
„Was meinst du: Wie könntest du dafür sparen?“
Plötzlich wird aus einem Wunsch eine kleine Aufgabe.
Und genau da beginnt Finanzbildung.
Ab wann ist Taschengeld sinnvoll?
Gerade rund um den Schulstart stellen sich viele Eltern die Frage:
Eine magische Altersgrenze gibt es dafür nicht.
Spannender ist die Frage:
Kann mein Kind schon kleine eigene Entscheidungen treffen?
Versteht es beispielsweise, dass eine Münze, die heute ausgegeben wird, morgen nicht noch einmal ausgegeben werden kann?
Dann kann ein kleines Taschengeld eine schöne Möglichkeit sein, erste Erfahrungen zu sammeln.
Denn Taschengeld für Kinder ist nicht nur Geld zum Kaufen.
Es ist vor allem Geld zum Ausprobieren.
Und dabei darf auch einmal etwas schiefgehen.
Die Drei-Fragen-Regel für kleine Wünsche
Bevor Geld ausgegeben wird, könnt ihr gemeinsam drei Fragen ausprobieren:
1. Möchte ich es wirklich?
Nicht: „Finde ich es gerade schön?“
Sondern: „Möchte ich es morgen wahrscheinlich immer noch haben?“
2. Was bleibt danach übrig?
Wenn von fünf Euro vier Euro ausgegeben werden, ist danach eben nur noch ein Euro da.
Klingt für Erwachsene selbstverständlich.
Für Kinder ist genau diese Erfahrung aber unglaublich wichtig.
3. Spare ich gerade auf etwas Größeres?
Vielleicht ist der kleine Kauf heute gar nicht schlecht.
Vielleicht ist der größere Wunsch aber wichtiger.
Die Entscheidung sollte dabei möglichst beim Kind bleiben.
Denn aus eigenen Entscheidungen lernt man meistens mehr als aus einem Vortrag über richtiges Sparen.
Der Wunschglas-Trick
Sparen wird für Kinder schnell langweilig, wenn das Geld einfach irgendwo verschwindet.
Deshalb:
Macht den Fortschritt sichtbar.
Nehmt ein Glas und schreibt den Wunsch darauf.
Zum Beispiel:
Mein neues Buch – 15 €
oder:
Mein Fußball – 20 €
Dann kommen die gesparten Münzen hinein.
Das Spannende daran:
Der Wunsch wächst nicht.
Aber das Glas wird voller.
Und plötzlich kann man sehen, dass man seinem Ziel näherkommt.
Noch schöner wird es mit einem kleinen Sparplan daneben.
Für jeden gesparten Euro wird ein Kästchen ausgemalt.
So wird aus:
„Das dauert ja ewig.“
irgendwann:
„Mir fehlen nur noch drei Kästchen!“
Probiert einen Taschengeld-Moment aus
Statt Geld einfach nebenbei zu überreichen, könnt ihr daraus eine kleine Routine machen.
Zum Beispiel immer freitags nach der Schule.
Das Taschengeld kommt auf den Tisch und das Kind entscheidet selbst:
Ausgeben?
Sparen?
Oder aufteilen?
Vielleicht wandert ein Teil ins Portemonnaie und ein Teil ins Wunschglas.
Es gibt dabei keine perfekte Aufteilung.
Das Spannende ist das Gespräch:
„Warum möchtest du heute mehr sparen?“
„Gibt es gerade etwas, das du dir wünschst?“
„Willst du lieber noch eine Woche überlegen?“
So wird Finanzbildung für Kinder nicht zu einem zusätzlichen Schulfach.
Sie passiert einfach mitten im Alltag.
Die 24-Stunden-Regel
Kinder kennen es.
Und Erwachsene übrigens auch.
Man sieht etwas und denkt sofort:
Das brauche ich!
Für größere Wünsche könnt ihr deshalb eine kleine Familienregel ausprobieren:
Wir warten einen Tag.
Der Wunsch wird aufgeschrieben oder fotografiert.
Und am nächsten Tag wird noch einmal gefragt:
„Willst du es immer noch?“
Manchmal lautet die Antwort:
Unbedingt!
Dann ist es vielleicht wirklich ein Wunsch, für den sich Sparen lohnt.
Manchmal ist das spannende Ding vom Vortag plötzlich gar nicht mehr so spannend.
Auch das ist eine ziemlich wichtige Geldlektion.
Was hat ein Stundenplan mit Sparen zu tun?
Mehr, als man zunächst denkt.
Ein Stundenplan für Kinder zeigt:
Montag kommt Mathe.
Mittwoch kommt Sport.
Freitag ist Musik.
Man kann sich heute schon darauf vorbereiten, was später kommt.
Beim Sparen funktioniert es ähnlich.
Heute lege ich zwei Euro zurück.
Nächste Woche vielleicht wieder.
Und irgendwann reicht das Geld für meinen Wunsch.
Beides trainiert eine Fähigkeit, die Kinder ihr ganzes Leben gebrauchen können:
nicht nur an jetzt denken, sondern auch an später.
Für jüngere Kinder kann diese Art der Planung übrigens schon vor der Schule beginnen. Ein einfacher Kindergarten Stundenplan oder Wochenplan mit Symbolen kann helfen, erste Routinen sichtbar zu machen.
Eltern müssen nicht immer die richtige Antwort geben
Vielleicht ist das sogar der wichtigste Tipp.
Wenn Kinder fragen:
„Soll ich das kaufen?“
müssen Eltern nicht immer entscheiden.
Probiert stattdessen:
„Was denkst du?“
Oder:
„Was spricht dafür?“
„Was möchtest du danach noch mit deinem Geld machen?“
„Ist dir das wichtiger als dein Sparziel?“
Manchmal entscheidet sich das Kind trotzdem für den Kauf.
Und manchmal stellt es zwei Stunden später fest:
Mist.
Auch das gehört dazu.
Denn ein kleiner Fehlkauf mit dem eigenen Taschengeld ist vermutlich eine deutlich angenehmere Lektion als der erste große Fehlkauf viele Jahre später.
Der Schulstart ist der perfekte Zeitpunkt für kleine neue Routinen
Nach den Sommerferien verändert sich sowieso vieles.
Ein neuer Stundenplan hängt an der Wand.
Der Wecker klingelt wieder früher.
Sport ist jetzt vielleicht donnerstags statt dienstags.
Warum also nicht auch eine kleine Geldroutine starten?
Zum Beispiel:
Freitag: Taschengeld bekommen.
Freitagabend: Geld aufteilen.
Sonntag: Wunschglas zählen.
Oder ganz ohne festen Ablauf.
Wichtig ist nicht, dass Kinder perfekt sparen.
Wichtig ist, dass sie ausprobieren dürfen.
Fragen stellen.
Eigene Entscheidungen treffen.
Und merken:
Ich kann selbst etwas dafür tun, dass aus einem Wunsch irgendwann Wirklichkeit wird.
Mit Piggy&Lou spielerisch ins neue Schuljahr
Piggy&Lou möchten Kindern genau solche Momente ermöglichen.
Nicht mit komplizierten Finanzbegriffen.
Sondern mit Geschichten, Spielen, kleinen Aufgaben und Situationen aus dem Alltag.
Denn Geld verstehen beginnt nicht erst bei Aktien, Zinsen oder einem eigenen Konto.
Es beginnt viel früher.
Mit dem ersten eigenen Wunsch.
Mit fünf Euro Taschengeld.
Mit einer Münze im Sparglas.
Und vielleicht mit der Entscheidung:
„Heute kaufe ich es nicht. Ich spare lieber noch ein bisschen.“
Und wenn neben dem Wunschglas dann auch noch der neue Stundenplan hängt, kann das neue Schuljahr eigentlich kommen.
Wer dafür noch einen kleinen Begleiter sucht, findet im Piggy&Lou Schulstarterset praktische Helfer wie einen Stundenplan, Lesehilfen und ein Ausmalbild für den Start ins neue Schuljahr.
Also: Schulranzen packen, Stundenplan aufhängen – und los geht’s!